Buli 091203

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Das Spiel gegen die Steinbeißer aus Düsseldorf versprach schon von der Papierform Spannung - und die Zuschauer sollten nicht enttäuscht werden.

Stefan (unsere absolute Bank als starker 1d an Brett 3) legte gleich gut los: nach einem guten Fuseki von Stefan riskierte sein Gegner (2k) viel und invadierte, obwohl eine große Gruppe noch nicht 100% sicher stand. Stefan nutzte die Chance und haute die Gruppe recht schnell um. 2:0

An Brett 4 spielte Pascal ein seltsames Spiel, indem er nach seinem 2k-Gegner die Chance zu einem sehr großen Gebiet gab, welches dieser dann aber schnell wieder hergab, und versuchte, die Invasionstruppe einäugig zu bekommen. Das funktionierte nicht wirklich - dennoch musste Pascal noch einmal einen Schnitt am rechten Rand hinnehmen und wieder mit zwei Gruppen gleichzeitig leben. Der Verlustzug von Schwarz war dann Nr. 147, mit dem Pascal in Vorhand etwas mehr Stabilität in seine Gruppen bekam. Trotzdem ein nervenaufreibendes Cliffhanger-Spiel, welches dann durch eine Invasion in das gegnerische Gebiet beendet wurde. 4:0

Achim an Brett 1 spielte sein gewohnt gutes gebietsorientiertes Fuseki, als sein 1d-Gegner recht tief invadierte. In der Folge konnte Achim gut Druck auf die flüchtende Gruppe aufbauen und das Spiel sah gewinnbar aus. Ein Formfehler bei einer Invasion kostete Achim dann aber einige Steine, so dass das Spiel wieder sehr eng war. In der Folge war "Druck auf die gegnerische Mittelgruppe" das Thema. Achim konnte hierdurch viel vermeintlich sicheres Gebiet einsammeln. Doch am unteren Rand konterte sein Gegner scharf und schaffte es, viele Komplikationen zu erzeugen und nebenbei das Gebiet zu zerstören. Nach einem letzten Angriff auf die Mittelgruppe gab Achim auf. 4:2

Jana an Brett 2 hatte einen nominell gleichstarken Gegner erwischt, versemmelte schon wieder ein Joseki, erlaubte dem Gegner eine fette Mauer und spielte danach einige lockere Züge, um zumindest im Spiel zu bleiben. Dann ein Blackout des Gegners: er übersah in einem Kampf einen Einwurf mit Treppe und verlor vier Schnittsteine. Dennoch war das Spiel noch nicht gelaufen, denn für den Treppenbrecher gab es wieder ein paar Punkte zurück. Nachdem der Steinbeißer doch arg langsam spielte, geriet er schon im Mittelspiel ins Byoyomi. Da das Nachbarbrett inzwischen verloren hatte, kam es nun auf diese Partie an. Jana spielte im Byoyomi ein paar Züge, die den Gegner zum Denken zwingen sollten - dennoch schaffte dieser es, noch eine Gruppe in Bedrängnis zu bringen und ein Ko zu erzwingen. Da es aber kaum Drohungen und noch weniger Bedenkzeit gab, wurde daraus wenig Profit geschlagen. Im Endspiel lag Jana dann vorn und schaukelte das Spiel letztendlich sicher nach Hause. 6:2

Nach diesem hart erkämpften Sieg setzt sich der Graue Star mal wieder oben in der Tabelle fest. Den fairen Gegnern aus Düsseldorf kann man wünschen, dass sie sich schnell von dieser Niederlage erholen und mit uns in die 3. Liga aufsteigen.

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